Artquilts

Mein allererstes Patchwork entstand in tiefer DDR-Zeit, ich glaube 1984 oder so, als ich jeden Stofffetzen aufgehoben habe, kleine Quadrate schräg angeordnet. Es machte so viel Arbeit, daß ich das nächste Patchwork erst viele Jahre später in Angriff nahm, auch noch sehr geordnet und nach Schablonen. Erst im Sommer 2007 habe ich begonnen, freier drauflos zu schneiden und zu nähen. In dieser Zeit, angeregt durch einen Färbekurs, habe ich auch das Färben wiederentdeckt, diesmal nicht mit Vorbeizen und Pflanzen sammeln, wie in meiner Lehrzeit, sondern mit Kaltreaktivfarben, die sehr leuchtend und farbecht sind.
Patchwork ist das Zusammennähen von Stoffen, die man vorher kunstvoll zerschnitten hat. Man gestaltet sie in einem bestimmten Muster oder auch ohne Muster, nach eigenen Entwürfen. Es gibt unendlich viele traditionelle Patchworkmuster. Ich selbst arbeite am Liebsten nicht sehr traditionell und mit selbstgefärbten, manchmal auch bedruckten Stoffen. Ein Patchwork ist die Vorderseite eines Quiltes.
Quilten ist das Zusammennähen, praktisch das Miteinanderverbinden von mindestens drei Schichten. Die Blaugrünen Quilts sind in den Nähten gequiltet. Ich wollte die Struktur und die Maserung der Stoffe nicht stören. Wie man an dem Quilt "Sonnentag"(bei Quilts2) sehen kann, macht auch das Quilten süchtig. Man kann irgendwie nicht aufhören und entdeckt immer wieder neue Formen im Stoff.